Volles Haus, klare Worte: Bürgerdialog in Eickelborn
Großes Interesse am Austausch vor Ort: Der kommunalpolitische Frühschoppen der Kolpingfamilie Eickelborn in der Michaelsburg war sehr gut besucht. Unter der Leitung von Vorstandsmitglied Karl-Heinz Wapelhorst diskutierten zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft aktuelle Themen aus Lippstadt und insbesondere aus Eickelborn.
Im Mittelpunkt stand die Frage nach gleichwertiger Entwicklung aller Stadtteile. Kritisch wurde angemerkt, dass Spielplätze in der Kernstadt häufig bevorzugt behandelt würden. Als Beispiel wurde der Abbau eines Klettergerüsts in Eickelborn genannt, das bislang nicht ersetzt wurde.
Auch die zunehmende wilde Müllentsorgung – vor allem rund um Altkleidercontainer – sorgte für Diskussionen. Hier will die Kolpingfamilie künftig stärker Verantwortung übernehmen und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, gezielt die Kolping-Container zu nutzen, die regelmäßig geleert werden.
Ein weiteres Thema war der Wohnungsbau: Die Verwaltung bekräftigte, dass sie den Bau neuer Wohnungen aktiv vorantreiben möchte („Bauturbo“). Positiv wurde berichtet, dass es aktuell keine Überbelegung in der Forensik der LWL-Klinik gibt.
Die Polizei stellte eine insgesamt leicht rückläufige Kriminalitätsentwicklung vor – bei gleichzeitig leicht steigenden Zahlen in der Kernstadt. Mehr als die Hälfte der Delikte entfallen weiterhin auf Diebstahl. Trotz einer leicht sinkenden Aufklärungsquote bleibt die Sicherheitslage insgesamt gut: Lippstadt liegt unter dem Landesdurchschnitt und gilt als sichere Stadt. Sorge bereitet jedoch der deutliche Anstieg von Angriffen auf Polizei- und Rettungskräfte.
Für die FDP waren unter anderem Angela von Wengersky und Victoria Chudalla-Kuhnert vor Ort. Angela von Wengersky betonte: „Gerade solche Formate zeigen, wie wichtig der direkte Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ist. Liberale Politik lebt davon, Probleme klar zu benennen und pragmatische Lösungen zu entwickeln – für alle Stadtteile gleichermaßen.“
Der Frühschoppen machte deutlich: Der Wunsch nach mehr Transparenz, Fairness und Bürgernähe in der Kommunalpolitik ist groß – und der Austausch darüber wichtiger denn je.