Planung braucht klare Maßstäbe
Sichere Wege für Lippstadt
Im Umwelt-, Bau- und Mobilitätsausschuss (UMBA) werden die städtischen Planungen rund um Umwelt, Bauen und Mobilität beraten. Dazu gehören auch konkrete Straßenbau- und Verkehrsprojekte, bei denen es um sichere Wege, gute Erreichbarkeit und eine zukunftsfähige Gestaltung des öffentlichen Raums geht.
In der Sitzung standen wichtige Verkehrsprojekte für Lippstadt auf der Agenda. Für die FDP/CDL-Fraktion brachte Dieter Holzhauer dabei konkrete Verbesserungsvorschläge ein.
Bei der Wiedenbrücker Straße begrüßt die FDP/CDL die überarbeitete Planung grundsätzlich. Gleichzeitig wies Holzhauer auf Punkte hin, die im weiteren Verfahren mit dem Kreis noch verbessert werden sollten – unter anderem bei den Abbiegesituationen am Krankenhaus, der Ampelschaltung für Fußgänger und der dauerhaften Anbindung des Schreibhüttenwegs.
Deutlich kritischer sieht die Fraktion die Planung für die Bastionstraße. Der vorgesehene Gehweg auf der Ostseite soll lediglich 1,50 Meter breit werden – ausgerechnet dort, wo viele Grundschulkinder unterwegs sind. Holzhauer beantragte deshalb breitere Gehwege von jeweils 1,85 Metern und orientierte sich damit am bereits bestehenden Anschluss des Baugebiets „Auf dem Rhode“. Der Antrag fand jedoch keine Mehrheit.
„Gerade bei einem Schulweg sollte Sicherheit mehr Gewicht haben als die Frage, ob es bisher irgendwie funktioniert hat. Wenn wir Straßen neu planen, sollten wir sie auch zukunftsfähig planen“, so Dieter Holzhauer.
Für die FDP/CDL bleibt zudem eine grundsätzliche Frage: Nach welchen Maßstäben planen wir eigentlich? Richtlinien und Empfehlungen sollten nachvollziehbar und konsistent angewendet werden – nicht einmal als zwingendes Argument gelten und an anderer Stelle plötzlich kaum eine Rolle spielen.
Unser Anspruch ist klar: pragmatisch planen, genau hinschauen und dort nachbessern, wo es für die Menschen in Lippstadt einen echten Unterschied macht.