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Neue Feuerwache: Ja zum Neubau – klare Grenzen bei den Kosten

FDP/CDL fordert eine wirtschaftliche Planung, ausreichend Platz und einen belastbaren Zeitplan

Neubau Feuerwehr Lippstadt 

Lippstadt braucht eine neue Rettungs- und Feuerwache. Die FDP/CDL-Fraktion unterstützt den Neubau – fordert aber klare Antworten zu Kosten, Zeitplan und Zukunftstauglichkeit. In der gemeinsamen UBMA-Ausschusssitzung am 14. Oktober wurden dazu erhebliche Fragen deutlich. Für die FDP/CDL-Fraktion Lippstadt nahmen Christa Lewen und Dieter Holzhauer teil.

Nach Einschätzung der Verwaltung bleibt der Neubau trotz des Moratoriumsbeschlusses des Ministeriums dringend erforderlich. Im Rettungsdienst-Bedarfsplan ist er bereits vorgesehen. Rettungsdienst und Brandschutz sollen auch künftig einen gemeinsamen Standort nutzen. Die FDP/CDL hält diese Bündelung für sinnvoll.

Fertigstellung erst im Juli 2033 – und schon beim Einzug zu klein?

Besonders kritisch sieht die Fraktion den vorgestellten Zeitplan und die offenen Erweiterungsfragen. Auf Nachfrage von Dieter Holzhauer wurden keine konkreten Erweiterungsflächen vorgestellt. Zugleich fiel in der Sitzung die Aussage, die Feuerwache sei bereits beim Einzug zu klein.

„Wir unterstützen diese Investition in die Sicherheit unserer Stadt. Aber eine neue Feuerwache, die erst 2033 fertig wird und beim Einzug schon zu klein sein soll, wäre ein teurer Planungsfehler. Die Zustimmung zum Neubau ist kein Blankoscheck: Bedarf, Erweiterungsmöglichkeiten und Gesamtkosten müssen nachvollziehbar zusammenpassen“, erklärt Christa Lewen für die FDP/CDL-Fraktion.

Die vollständigen Kosten gehören auf den Tisch

Die bisher vorgestellten Kosten enthalten noch keine Außenanlagen einschließlich der erforderlichen Bodenbewegungen und der teuren Entsorgung des Aushubs. Das vorgesehene Landschaftsbauwerk wird vollständig für die Südtangente benötigt; der Aushub des Neubaus muss deshalb abgefahren werden. Diese zusätzlichen Kosten müssen transparent in die Gesamtbetrachtung einfließen.

Im geplanten Realisierungswettbewerb mit 15 Teilnehmern müssen Flächenverbrauch, funktionale Abläufe und Wirtschaftlichkeit verbindlich zusammengeführt werden. Die angekündigte Ergänzung des Auslobungstextes soll die Wirtschaftlichkeit der Entwürfe vergleichbar machen. Der beschlossene Kostenrahmen muss dabei eine verbindliche Planungsgrundlage sein.

Sporthalle: Einsatzbetrieb hat Vorrang

Einer öffentlichen Nutzung der Sporthalle widersprachen Christa Lewen und Dieter Holzhauer ausdrücklich. Sie schlossen sich der Argumentation der Feuerwehrleitung vollumfänglich an. Auch der UBMA sprach sich mehrheitlich gegen eine öffentliche Nutzung aus.

Für die FDP/CDL zählt eine leistungsfähige Wache, die den Einsatzkräften verlässliche Arbeitsbedingungen bietet, künftige Anforderungen berücksichtigt und für die Stadt bezahlbar bleibt.