Mutig hoch hinaus: Lippstadts neues Stadthaus feiert Richtfest
Bürgermeister Alexander Tschense gemeinsam mit Zimmermeister Sprenger und Architekt Heiko Kampherbeek setzen zum traditionellen Glaswurf an.
Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Samstag das Richtfest des neuen Lippstädter Stadthauses gefeiert – und selten passte das Wetter so gut zur Stimmung. Als der Richtkranz emporstieg und Zimmermeister Frank Sprenger seinen traditionellen Trinkspruch kraftvoll über die Baustelle schallen ließ, wurde schnell klar: Dieses Stadthaus wird mehr als nur ein Verwaltungsgebäude.
Und ganz ehrlich: Ein Richtfest ohne kleine Pannen wäre wohl auch nur halb so sympathisch gewesen.
Denn zunächst musste der Schnaps zum Anstoßen kurzerhand nachorganisiert werden, bevor Bürgermeister Alexander Tschense gemeinsam mit Zimmermeister Sprenger und Architekt Heiko Kampherbeek zum traditionellen Glaswurf ansetzen konnte. Dass dafür mehrere Anläufe nötig waren, sorgte ebenso für Heiterkeit wie das versehentliche „Einzugsdatum 2024“ in der Rede des Bürgermeisters. Auch der berühmte Nagel im Dachstuhl zeigte sich widerstandsfähig – trotz lautstarker Unterstützung aus dem Publikum wollte er sich nicht ganz versenken lassen.
Gerade diese menschlichen Momente machten das Richtfest erfrischend authentisch und ausgesprochen nahbar.
Beeindruckend bleibt der Bau dennoch allemal: Ein moderner Gebäudekomplex mit 1.450 Fenstern, Platz für über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einem klaren Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit. Mit dem Energiestandard KfW 40 EE wird der Wärme- und Kältebedarf zu mindestens 55 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt.
Architekt Heiko Kampherbeek bezeichnete das Stadthaus treffend als „lebendigen Mittelpunkt des Quartiers“. Und tatsächlich entsteht hier weit mehr als Verwaltung: Es entsteht ein modernes Zentrum für Bürgernähe, Effizienz und nachhaltige Stadtentwicklung.
Auch die politischen Gremien der Stadt haben ihren Anteil daran, dass dieses Großprojekt Realität wird. Denn Fortschritt gelingt nur dort, wo mutige Entscheidungen getroffen werden.
FDP-Mitglied Alexandra Thediec brachte es auf den Punkt:
„Mutig in die Zukunft zu gehen heißt, heute Verantwortung für morgen zu übernehmen. Das neue Stadthaus steht genau dafür: modern, nachhaltig und pragmatisch gedacht – weil Lippstadt es verdient.“
Passend dazu hinterließ Klimaaktivistin Luisa Neubauer nach ihrem Besuch im Stadttheater den Satz im Gästebuch der Stadt:
„Was wäre, wenn wir mutig sind – Lippstadt?“
Die Antwort darauf wächst jetzt sichtbar in den Himmel.