FDP Lippstadt macht sich stark für Einzelhandel

FDP / CDL - Bürgermeisterkandidat Torben Terwey hat mit Bäckermeister Detlef Kunkel gesprochen. Die Bäckerei Wietfeld schließt – und das hat Gründe.
Ende April macht die Traditionsbäckerei in Lippstadt zu. Nicht, weil die Brötchen schlecht sind. Sondern weil die Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen: zu viel Bürokratie, zu wenig Zeit fürs Handwerk. Teure Pflichten wie der TSE-Speicher, aufwendige Dokumentationen für Hygiene, Arbeitsschutz, Gefährdungsbeurteilungen sind der Grund des Endes für die Bäckerei.
Dazu kommt: Immer mehr Großkunden brechen weg. Kantinen, Betriebe, Schulen – früher verlässliche Abnehmer, heute wird gespart oder ausgelagert. Zwei der drei Filialen werden immerhin von anderen Bäckereien übernommen und weitergeführt – ein kleiner Trost. Aber der Traditionsbetrieb verschwindet.
Für Bäckereien wie Wietfeld ist das ein harter Schlag, weiß auch Bürgermeisterkandidat Torben Terwey. „Wir müssen unsere Handwerksbetriebe ernst nehmen – und die Bürokratie so gestalten, dass sie für Menschen machbar bleibt. Gerade kleine Betriebe in und um Lippstadt brauchen dringend echte Unterstützung. Wir brauchen weniger Hürden, mehr digitale Lösungen – und endlich Wertschätzung fürs Handwerk“, fordert Terwey und möchte sich dafür stark machen.