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FDP Lippstadt besucht Ausstellungseröffnung im Kulturraum Synagoge

„Glanz und Gewürze“: Ein Ort, der Erinnerung lebendig macht

Menora aus dem Kulturraum Synagoge Lippstadt

Ein Nachmittag, der Spuren hinterlässt: Zur Eröffnung der Ausstellung „Glanz und Gewürze“ besucht Jens Bomke von der FDP Lippstadt den Kulturraum Synagoge in der Stiftstraße 7. Sein Fazit fällt eindeutig aus: „Dieser Ort ist ein unbedingtes Muss – für jede Lippstädterin und jeden Lippstädter.“

Die 1852 errichtete Synagoge war einst ein prächtig ausgestatteter Ort des Gebets, der Andacht und des Lernens. In der Reichspogromnacht 1938 wurde sie geschändet und in Brand gesetzt. Jahrzehnte später drohte der Ort in Vergessenheit zu geraten. Das Engagement Lippstädter Bürgerinnen und Bürger führte schließlich zu einer neuen Auseinandersetzung mit seiner Geschichte. 2022 wurde der Verein Kulturraum Synagoge Lippstadt e.V. gegründet.

Heute ist aus dem historischen Ort ein lebendiger Raum für Erinnerung, Begegnung und Bildung geworden.

Bei der Eröffnung schlug Bürgermeister Alexander Tschense mit seinem Gedanken „Ihr seid das Salz der Erde“ die Brücke zwischen dem Titel der Ausstellung und der Gegenwart. Entscheidend sei nicht, dass eine einzelne Glaubensrichtung oder Meinung die Gesellschaft bestimmt, sondern dass eine demokratische Gesellschaft von Vielfalt, Austausch und gemeinsamem Handeln lebt.

„Genau darin liegt für mich die besondere Stärke dieses Ortes: Er erinnert uns nicht nur an das, was geschehen ist. Er zeigt uns auch, wie wichtig Freiheit, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander für unsere Demokratie sind“, betont Jens Bomke.

Dr. Christine Schönebeck gab spannende Einblicke in die Geschichte der Synagoge, die jüdische Geschichte in Preußen und die Entstehung der Ausstellung. Besonders eindrucksvoll sind die historischen Bücher und Andachtsschriften, darunter Schriften des Lippstädter Gelehrten David Gans sowie alte Gebetsschriften aus dem Bestand der ehemaligen jüdischen Gemeinde. Die Ausstellung macht die frühere Schönheit des Ortes durch kultische Gegenstände und Teilrekonstruktionen wieder erfahrbar.

Prof. Dr. Jürgen Overhoff, Vorsitzender des Kulturraum Synagoge Lippstadt e.V., erinnerte an die vielen Menschen, die zur Wiederentdeckung, wissenschaftlichen Aufarbeitung und heutigen Gestaltung des Ortes beigetragen haben.

Und auch nach dem offiziellen Teil blieb der Austausch lebendig: Bei Kaffee und Waffeln, angeboten von den „Omas gegen Rechts“, entstanden im Garten zahlreiche Gespräche.

„Erinnerung funktioniert dann am besten, wenn sie nicht hinter Glas stattfindet, sondern mitten im Leben. Genau das gelingt hier“, so Bomke. „Der Kulturraum Synagoge ist ein Ort, an dem Geschichte, Demokratie und Begegnung zusammenkommen. Den sollte man gesehen haben.“
 

Einladung zur Ausstellung „Glanz und Gewürze“ (siehe Anhang)

Wer diesen besonderen Ort selbst erleben möchte, ist herzlich eingeladen:

Der Kulturraum Synagoge Lippstadt e.V. lädt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Lippstadt zur Ausstellung „Glanz und Gewürze“ in die Alte Synagoge Lippstadt ein. Die Ausstellung macht die vergangene Schönheit der Synagoge wieder erfahrbar und verbindet historische Zeugnisse mit der Aufgabe, diesen besonderen Ort als Mahnmal und lebendigen Erinnerungsort zu bewahren.

23. August 2026 | 14–18 Uhr
Alte Synagoge Lippstadt
Stiftstraße 7, 59555 Lippstadt

Im Rahmen des Sommerfestes sprechen:

● Alexander Tschense, Bürgermeister der Stadt Lippstadt

● Prof. Dr. Jürgen Overhoff, Vorsitzender Kulturraum Synagoge Lippstadt e.V.

● Dr. Christine Schönebeck, Leiterin Stadtmuseum Lippstadt

Der Kulturraum Synagoge Lippstadt e.V. und das Stadtmuseum Lippstadt laden herzlich dazu ein.

Ein Besuch lohnt sich – nicht nur, um zurückzublicken, sondern auch, um darüber nachzudenken, wie wir unsere offene und vielfältige Gesellschaft heute gestalten wollen.

Einladung zur Ausstellung Kulturraum Synagoge Lippstadt