FDP / CDL: Erst belächelt, jetzt gebaut: Lippstadts Fahrradstraße ist plötzlich da!
Die neue Fahrradstraße am Grünen Winkel
Lippstadt. Man reibt sich verwundert die Augen: Pünktlich zu Beginn der Sommerferien ist sie plötzlich da – die Fahrradstraße auf der Esbecker Straße am Grünen Winkel entlang -starte auf Höhe der Steinstraße.
Kein großes politisches Feuerwerk, keine wochenlange Ankündigung. Einfach gemacht.
Das Pikante daran: Vor ziemlich genau einem Jahr hatte die FDP/CDL-Fraktion genau diese Richtung vorgeschlagen. Eine Fahrradstraße, die perspektivisch von der Innenstadt - beginnend auf der Rathausstrasse / Höhe Marktplatz – zur Esbecker Straße über den Grünen Winkel und die Hochschule bis nach Esbeck führt und damit auch die östlichen Ortsteile hervorragend an die Innenstadt anbinden kann.
Damals? Ungläubige Blicke und Skepsis.
Heute? Schilder, Bodenmarkierung – und eine Fahrradstraße in beide Richtungen.
Wir nehmen es sportlich: Erst wird die Idee belächelt, dann wird sie gebaut. Damit können wir als Liberale ziemlich gut leben.
Und das Beste: Der befürchtete Untergang des Lippstädter Straßenverkehrs ist bislang ausgeblieben. Die Radfahrer nehmen die neue Verbindung begeistert an, Autofahrer können mit der neuen Situation offenbar gut leben und für den Pkw stehen vernünftige Alternativstrecken zur Verfügung.
Genau so verstehen FDP und CDL moderne Mobilitätspolitik: nicht Fahrrad gegen Auto, sondern gute Angebote statt Verbote. „Nicht erziehen, sondern ermöglichen. Nicht ideologisieren, sondern ausprobieren, was funktioniert. Es scheint zu klappen. Weiter so!“, meint FDP/CDL Fraktionsvorsitzender Jürg Haseloff.
Die neue Fahrradstraße zeigt, dass eine bessere Infrastruktur für Radfahrer nicht automatisch schlechtere Bedingungen für Autofahrer bedeuten muss. Im Gegenteil: Klare Verkehrsführungen können Konflikte reduzieren und allen Verkehrsteilnehmern das Leben leichter machen.
Deshalb sagen FDP und CDL: Jetzt bitte bloß nicht auf halber Strecke stehen bleiben!
Die ursprüngliche Idee reicht weiter: von der Innenstadt über den Grünen Winkel, mit direkter Anbindung der HSHL, weiter Richtung Esbeck – und mit Perspektiven für ein Fahrradnetz bis Hörste, Garfeln und Rebbecke sowie über weitere Verbindungen in Richtung Lipperode und Lipperbruch.
Eine solche Achse wäre nicht nur Verkehrspolitik. Sie verbindet Innenstadt, Hochschule, neue Wohnquartiere und Ortsteile und kann damit auch ein Baustein moderner Stadtentwicklung sein.
Vor einem Jahr klang der Vorschlag für manche offenbar noch etwas verwegen.
Heute ist der erste Teil Realität.
Fazit: Nicht lange bremsen. Einfach weiterradeln.