FDP-Antrag erfolgreich: Uli Detering soll sichtbar bleiben
Von der Erinnerung an einen großen Gestalter der Lippeaue bis zum bundesweit einzigartigen Synchronsprecherpreis: Der Kulturausschuss hatte am Dienstagabend eine bemerkenswert vielfältige und zeitintensive Tagesordnung. Für die FDP/CDL-Fraktion stand dabei durch ihren eigens eingereichten Antrag eines im Mittelpunkt:
Ein wichtiges Signal setzte der Ausschuss beim zur Würdigung von Ulrich „Uli“ Detering. Mit elf zu sechs Stimmen setzte sich Alternative 3 durch. Damit wird nach Fertigstellung des Projektes die Benennung eines Weges als „Uli-Detering-Weg“ erneut geprüft. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob der Projektbaustein „Naturerlebnis“ bereits den Beinamen „Uli Detering“ erhalten kann. Die sechs Gegenstimmen kamen aus der CDU, die Alternative 2 bevorzugte.
„Uli Detering hat Lippstadt nachhaltig geprägt. Deshalb war uns wichtig, seine Lebensleistung nicht allein mit dem Namen eines einzelnen Projektbausteins zu würdigen, sondern die dauerhafte Benennung eines Weges ausdrücklich im Rennen zu halten“, betont Maria Pöttker von der FDP/CDL-Fraktion.
Einstimmigkeit herrschte dagegen bei der Straßenbenennung im Baugebiet „An der Schiebhütte“: Dort wird künftig die Josef-Koester-Straße an einen weiteren Teil Lippstädter Geschichte erinnern.
Viel Anerkennung gab es für die Arbeit der freien Kulturträger. Besonders überzeugten die Vorstellung des neuen Programms 2027/28 des Werner-Bohrer-Kreises.
Ein echtes kulturelles Schmuckstück entwickelt sich mit dem Kulturraum Synagoge in der Stiftstraße. Prof. Dr. Jürgen Overhoff stellte eindrucksvoll vor, was dort bereits entstanden ist und was noch geplant ist: erfolgreiche Ausstellungen, Workshops für Schülerinnen und Schüler und weitere spannende Projekte. Die Begeisterung der Besucherinnen und Besucher zeigt: Hier wird wichtige Kultur- und Bildungsarbeit geleistet.
Ein weiteres Highlight bleibt die Lichtpromenade. Der Erweiterung um ein neues Lichtkunstobjekt sowie der Neuerrichtung von „Familientreffen“ wurde zugestimmt. Die Finanzierung erfolgt nach den Angaben im Ausschuss über die Sparkasse; die Stadt unterstützt über den Bauhof bei Errichtung und Wartung.
Für die größte Überraschung sorgte schließlich der Synchronsprecherpreis der Stadt Lippstadt. Die vorgeschlagene Erhöhung des Preisgeldes von 2.500 auf 5.000 Euro wurde denkbar knapp mit neun gegen acht Stimmenbeschlossen. CDU und AfD stimmten dagegen.
Für die Liberalen ist gerade hier Sparen am falschen Ende: „Der Synchronsprecherpreis ist kein beliebiger Kulturpreis. Er ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt. Gerade solche unverwechselbaren Formate geben Lippstadt Profil weit über die Stadtgrenzen hinaus. Wer Kultur fördern will, sollte nicht das Besondere kleinmachen, sondern seine Strahlkraft nutzen.“
Das Fazit der FDP/CDL: Lippstadts Kulturlandschaft ist vielfältig, engagiert und voller guter Ideen. Diese Vielfalt verdient Freiraum – aber ebenso Verlässlichkeit, Wertschätzung und den Mut, besondere Projekte auch besonders zu behandeln.